Holzkaminöfen

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Angesichts steigender Energiekosten stellt die Holzverbrennung eine kostengünstige und Kohlendioxid-(CO2)-neutrale Alternative zu anderen Energieträgern dar. Holzkaminöfen werden daher verstärkt als Zusatzheizung in Privaträumen eingesetzt und tragen auch zu einem behaglichen Wohlbefinden bei.

Analog zu anderen Verbrennungsprozessen entsteht auch beim Betrieb von Holzkaminöfen eine Vielzahl an unterschiedlichen partikel- und gasförmigen Produkten, u. a. Kohlenmonoxid (CO), Fein- und Ultrafeinpartikel sowie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Damit stellen Holzkaminöfen eine potentielle Quelle für gesundheitsgefährdende Stoffe dar.

Voraussetzungen für einen »sauberen« Betrieb sind daher ein technisch einwandfreier Zustand des Ofens und die Verwendung von abgelagertem, unbelastetem Holz. Durch das Öffnen der Ofentür können Verbrennungsgase in den Innenraum gelangen und die Raumluftqualität negativ beeinflussen. Hohe Konzentrationen konnten dabei für Ultrafeinpartikel und PAK nachgewiesen werden. In einigen Studien gemessene hohe Konzentrationen von Benzol stehen möglicherweise in Zusammenhang mit der Verwendung von paraffinhaltigen Grill-Kaminofenanzündern.

Auf entsprechende Produkte sollte daher verzichtet werden. Außerdem ist beim Kaminofenbetrieb immer auf eine ausreichende Frischluftzufuhr, z. B. durch regelmäßiges Stoßlüften, zu achten.

 

Literatur

  • Salthammer, T., Schripp, T., Wientzek, S., Wensing, M., 2014. Impact of operating wood-burning fireplace ovens on indoor air quality. Chemosphere 103, 205-211. https://dx.doi.org/10.1016/j.chemosphere.2013.11.067