Ethanolfeuerstellen

© Fraunhofer WKI | Manuela Lingnau

Ethanolfeuerstelle in einer Prüfkammer des Fraunhofer WKI

Im Gegensatz zu Holzkaminöfen dienen Ethanolfeuerstellen weniger der Wärmeerzeugung als rein dekorativen Zwecken. Der Brennstoff wird entweder als Flüssigkeit oder Gel eingesetzt. Über den Aspekt des Brandschutzes hinaus sind Ethanolfeuerstellen auch hinsichtlich der in die Raumluft freigesetzten Verbrennungsprodukte kritisch zu betrachten. Neben Kohlendioxid (CO2) und Wasser entstehen auch im normalen störungsfreien Betrieb bei der Verbrennung von Ethanol eine Vielzahl weiterer partikel- und gasförmiger Substanzen mit teilweise starker gesundheitsschädlicher Wirkung, u. a. Kohlendioxid, Stickstoffdioxid (NO2) und Formaldehyd. Teilweise sind auch stark erhöhte Konzentrationen von Benzol, Feinpartikeln und Ultrafeinpartikeln nachzuweisen. Zur Gewährleistung einer gesundheitlich unbedenklichen Raumluftqualität sollte daher auf den Einsatz entsprechender Geräte im Innenraum verzichtet und diese nur im Außenbereich betrieben werden.

Literatur

  • Schripp, T., Salthammer, T., Wientzek, S., Wensing, M., 2014. Chamber studies on non-vented decorative fireplaces using liquid or gelled ethanol fuels. Environmental Science & Technology 48, 3583–3590.