Reinigen

Eine regelmäßige Reinigung von Innenräumen ist unerläßlich. Durch Staubsaugen oder Wischen werden Schmutz und Staub aus dem Raum entfernt. Je intensiver ein Raum genutzt wird, desto häufiger muss auch gereinigt werden. Insbesondere häufig berührte Oberflächen, Halte- und Türgriffe können sonst auch zu einem hygienischen Problem werden, da hier Mikroorganismen von einer Hand auf die nächste übertragen werden können.

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Staubsaugen kann dazu führen, dass sehr feine Staubpartikel wieder aufgewirbelt werden, daher sind viele moderne Staubsauger mit einem zusätzlichen Feinstaubfilter ausgestattet. Diese sollten regelmäßig ersetzt bzw. gereinigt werden (insbesondere, wenn empfindliche Personen und Allergiker den Raum nutzen).

Bei der Nassreinigung ist zu beachten, dass die zu reinigende Oberfläche und das verwendete Reinigungsmittel aufeinander abgestimmt sein müssen. Für die meisten Anwendungen im privaten Haushalt sind Wasser und etwas Neutralseife ausreichend.

Reinigungsmittel können aber auch selbst die Raumluftqualität beeinträchten, da sie teilweise Lösemittel und Duftstoffe enthalten, die bei der Anwendung verdampfen und die Raumluft belasten können. Daher ist es inbesondere nach Nassreinigung und nach Anwendung von Spezialreinigern (Teppich- oder Polsterreiniger, Kunststoffreinigungsmittel) sinnvoll, den Raum gut zu lüften. Dadurch werden Wasser sowie Hilfs- und Duftstoffe aus dem Raum entfernt. 

Reinigungsmittel

In Innenräumen von Wohn- und Bürogebäuden werden täglich verschiedenste Reinigungsmittel eingesetzt. Dazu zählen insbesondere Putzmittel für das Reinigen von Fußbodenbelägen, Mobiliar, sanitären Einrichtungen und Küchen. In privaten Haushalten ist ein zunehmender Einsatz von Produkten mit antibakterieller Wirkung zu verzeichnen.

Die meisten Produkte enthalten anorganische Verbindungen, wie Phosphorsäureester, Peroxide und Tenside. Darüber hinaus emittieren viele Reinigungsmittel auch organische Verbindungen. In Studien wurden unter anderem chlorierte Verbindungen (Methylchlorid, 1,1,1-Trichlorethan), Alkohole (2-Propanol) und Aceton nachgewiesen. Substanzen, die von einem Reinigungsprodukt in die Raumluft freigesetzt werden, sind nur selten auf dem Etikett ausgewiesen. Dazu zählen auch eingesetzte Duftstoffe, bei denen es sich häufig um Terpene handelt. Nach dem Anwenden von Reinigungs- und Waschmitteln mit intensivem Duft  kann es beispielsweise zu einer (meist kurzzeitigen) Erhöhung der Terpenkonzentration in der Raumluft kommen.

Nach Daten des Umweltbundesamtes werden in Deutschland jährlich circa 220.000 Tonnen Haushaltsreiniger verkauft, die Menge an Geschirrspülmittel beträgt zusätzlich circa 260.000 Tonnen. Die Reinigungsmittel können nicht nur verschiedene flüchtige Substanzen in die Raumluft freisetzen, sondern unter Umständen auch Hautallergien auslösen. Darüber hinaus gelangen sie in Gewässer. Der Einsatz von Reinigungsmitteln sollte daher reduziert und möglichst nur solche verwendet werden, die frei von Lösemitteln, anorganischen Säuren und chlorhaltigen Verbindungen sind.